nächste Schritte

Wir machen uns auf den Weg.

Die großflächige Wiedernutzung der Rieselfelder im TeltowPark in Funktion ist aus rechtlichen, abwassertechnischen und geologischen Gegebenheiten (derzeit) nicht möglich.
Eine weiträumige Wasserhaltung von Regenwasser auf den Rieseltafeln mittels einer „Verplombung“ der Gräben oder eine Bewässerung weniger Tafeln, um ein Rieselfelds en miniature anschaulich, die Kulturlandschaft erlebbar zu machen, ist kurz- und mittelfristig realisierbar.

Wir, der Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e.V. und Regionalmarketing „Der Teltow“ e.V., haben aus diesem konstruktiven und für uns richtungsweisenden workshop nächste Handlungsschritte abgeleitet.
Wir werden die derzeitigen Aktivitäten und Initiativen zum Thema Rieselfelder sondieren, in einem Folge-workshop Anfang Januar 2008 bündeln und zu ersten zielführenden Handlungssträngen überleiten.

Ein Schritt

in die richtige Richtung, was man aus den ehemaligen Rieselfeldern machen könnte, zeigt der am 28.4.08 eingeweihte Denkmalpfad in Großbeeren. Dort wurde mit großem Engagement ein Rundweg eingerichtet, der die Struktur der Rieseltafeln sichtbar, die Industriedenkmale der Rieseltechnik erlebbar macht und zukünftig wieder aufzeigen wird, wie der Nutzbaumbestand mit Obstbäumen einmal ausgesehen hat.
Die Rieseltafen sind zwar nicht vernässt, aber für Wanderer und Radler eine wichtige Naherholung.
Informationen und Fotos unter: www.TeltowPark.de

Jetzt, im Herbst 2008 geht wirklich wieder etwas weiter. Es ist noch nicht spruchreif, aber einige Aktive eruieren Möglichkeiten, führen Gespräche, zimmern an einem Projekt, was sicherlich im Frühjahr von sich hören lassen wird.

Am 22.9.2009 lädt Andrea Wicklein, MdB, in das Rathaus Stahnsdorf zu einem Informationsabend zum Thema Stahnsdorfer Rieselfelder - Nutzung durch Wiedervernässung? ein. Zahlreiche Experten inforieren zu neuesten Forschungsergebnissen, Pilotprojekten und Gesetzeslage in Brandenburg.

Rieselfelder - Potenziale für den regionalen Wasserhaushalt oder für neue Energiequellen?

Über viele Jahrzehnte wurden in Brandenburg die Berliner Abwässer verrieselt. Diese Funktion haben die Rieselfelder schon lange verloren. Denn heute verfügen unsere Städte und Gemeinden über moderne Kläranlagen. Übrig geblieben sind jedoch die Rieselfelder, die zumeist ungenutzt brach liegen. Seit Jahren wird deshalb über neue Nutzungsmöglichkeiten auf den Rieselfeldern diskutiert. Die Vorschläge reichen von Windkraftanlagen über Solarfelder bis hin zur Sanierung und Nutzung als natürliche Wasserspeicher. Fest steht, die ehemaligen Rieselfelder trocknen mehr und mehr aus. Der dramatische Wassermangel hat bereits zu einer Gefährdung von Flora und Fauna geführt. Ein Beispiel ist die von Austrocknung betroffene und rund 2350 Hektar große Parforceheide, die zwischen Stahnsdorf, Güterfelde, Potsdam-Drewitz und dem Teltow-Kanal liegt.

Was soll aus den Rieselfeldern in der Region werden? Welche Ansätze gibt es, damit sie sinnvoll genutzt werden? Ist es wünschenswert, die Rieselfelder als Wasserspeicher wiederzubeleben? Welche wirtschaftlichen und touristischen Nutzungsmöglichkeiten gibt es? Und ist das Modellprojekt in der Brandenburger Rieselfeldlandschaft in Hobrechtsfelde auch auf andere Rieselfelder übertragbar?

Darüber wollen wir mit Experten und den Bürgerinnen und Bürgern sprechen und laden Sie herzlich ein:

22. September 2009, 17:00 - 19:00 Uhr
Gemeindeverwaltung Stahnsdorf,
Annastraße 3, 14532 Stahnsdorf


Ablauf

17.00 Uhr Begrüßung und Eingangsstatement
Andrea Wicklein, Mitglied des Deutschen Bundestages

17.10 Uhr Rieselfelder - Potenziale für den regionalen Wasserhaushalt
Prof. Dr. Gunnar Lischeid, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., Institut für Geoökologie der Universität Potsdam

17.30 Uhr Die Rieselfeldlandschaft Hobrechtsfelde im Barnim - ökologische Sanierung und naturtouristische Entwicklung ehemaliger Rieselfelder
Petra Bierwirth, Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzende des Umweltausschusses
Dr. Peter Gärtner, Landesumweltamt Brandenburg, Teamleiter Naturpark Barnim

18.00 Uhr Diskussion mit
Petra Bierwirth, MdB, Vorsitzende des Umweltausschusses
Dr. Peter Gärtner, Landesumweltamt Brandenburg
Prof. Dr. Gunnar Lischeid, ZALF
Bernd Albers, Bürgermeister der Gemeinde Stahnsdorf
Moderation: Norbert Kunz

19.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Prof. Dr. Gunnar Lischeid

stellte die Kernaussagen seines Referats zur Information zur Verfügung. Sie finden es hier als download [2.165 KB]